Die längst vergangene Jugend
Wenn man ein junger Erwachsener von Anfang zwanzig ist, dann wird man sich eher selten wünschen ein paar Jünger zu sein. In diesem Alter findet man es eher besser wenn man für ein oder zwei Jahre älter geschätzt wird. Doch wenn man erstmal die magischen 25 Jahre als Frau oder die magischen 30 Jahre als Mann erreicht hat oder kurz davor steht, so wäre man gerne wieder Anfang zwanzig. Bei Frauen sagt man, dass sie dann ab 25 Jahren eine alte Schachtel sind und der Ofen aus sei. Bei Männern wird in manchen Regionen Deutschland, dass Event „Treppe fegen” von Freunden organisiert. Hier wird die Rathaustreppe des Wohnortes mit Stroh oder Papierresten dreckig gemacht und abgezäunt. Diesen Bereich muss dann das Geburtstagskind fegen. Dies muss er so lange machen bis ihn eine Jungfrau frei küsst. Wie sich jeder denken kann wird dann bei dieser Aktion auch Unmengen an Alkohol fließen. Allerdings kommt man als Mann nur in den Genuss Treppe fegen, wenn man noch nicht verheiratet ist. Eine Verlobung genügt nicht, um sich davor zu drücken. Es muss schon ein Trauschein vorhanden sein. Sollte dem nicht so sein, muss man die Treppe fegen, außer man kennt diesen Brauch nicht oder die Freunde bekommen es nicht organisiert. Stehen also solche Aktionen auf dem Plan, dann freut man sich ein paar Jahre danach wenn man sich Fotos dazu anschauen kann. Also sollte man schon mit Anfang zwanzig anfangen schöne Fotoalben anzulegen. Denn wenn man in die Jahre kommt, dann macht es einfach Spaß sich diese Fotoalben anzuschauen. Zudem ist das Bekleben von Fotoalben eine schöne Beschäftigung für lange dunkle Winterabende. Auf diese Weise hat man nicht nur eine produktive Beschäftigung für die Abende im Winter, sondern ein paar Jahre danach einfach ein tolles Buch mit schönen Erinnerungen. So kann man sich immer an die „schöne Jugend” erinnern und wenn man wirklich das Gefühl hat jünger sein zu wollen, dann kann man in Erinnerungen schwelgen.
jetzt kommentieren? 21. Oktober 2008